View full screen - View 1 of Lot 1120. Zeitgenössischer tschechischer Wandteppich der Landschaft ‚Grasberg‘ von der Moravská gobelínová manufaktura (MGM), für das Schloss Wilhelmsburg gemacht und von Dagmar Varady entworfen, 1996.

Besitz der Künstlerin am Schloss Wilhelmsburg (bis vor Kurzem)

Zeitgenössischer tschechischer Wandteppich der Landschaft ‚Grasberg‘ von der Moravská gobelínová manufaktura (MGM), für das Schloss Wilhelmsburg gemacht und von Dagmar Varady entworfen, 1996

Lot Closed

December 5, 05:00 PM GMT

Estimate

10,000 - 15,000 EUR

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Lot Details

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Description

aus Baumwolle und Leinen


H ungefähr 312 cm, B ungefähr 950 cm

Paolo Bianchi, Dagmar Varady, Vom Virus Novalis befallen, Monografie, in: Kunstforum International, Bd. 175 April-Mai 2005, Titelbild u. S.192-209. www.kunstforuminternational.de, 2005;

Dagmar Varady, Wolkenwasserwege, Monografie, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2003, Abb. S.100-103;

Dagmar Varady, Grasberg, in: Ist die Photographie am Ende? Aktuelle Photo- und Medienkunst, DGph, Staatliche Galerie Moritzburg Halle, mdv Mitteldeutscher Verlag, 2000, Abb. S.74, 75;

Dagmar Varady, Orte. Ein Raum-Zeit-Projekt, 1 Teppich, 24 Kassetten, 365 Tage - 1 Klang, 24 Minuten, 365 Takte, in: Heide Nixdorff (Hg.), Das Textile Medium als Phänomen der Grenze -Begrenzung - Entgrenzung, Reimer Verlag Berlin, 1999, Bd. 30, S. 45ff, (ill.) Abb. S. 50;

Dagmar Varady, art & concept, Monografie im Eigenverlag, Halle und Berlin, 1999, Abb. S.5;

Gobelins für den Weißen Saal im Schloß Wilhelmsburg Schmalkalden, E. Reinhold Verlag, 1996;

Dagmar Varady, Gobelins Weißer Saal Schloß Wilhelmsburg Schmalkalden, F.E.G.L., Faltblatt

Die einzigartigen ‘Grasberg’ und ‘Wolfsberg’ Wandteppiche wurden 1996 für den Weißen Saal des Schlosses Wilhelmsburg in Schmalkalden in Auftrag gegeben. Die zwei Wandteppiche stellen beide eine Landschaft in 96 verschiedene Farben dar, und messen ungefähr 52 Quadratmeter. Diese Größe ist ohnegleichen in der modernen Tapisseriekunst. 


Die Mährische Gobelinmanufaktur (MGM) wurde vom Architekten und Designer der Wiener Werkstätte Josef Hoffmann (1870-1956) gegründet. Diese fast hundertjährige Weberei ist eine der wenig überbleibenden, die immer noch die traditionelle und unnachahmbare ‚Gobelin‘-Technik verwendet. 16 Weber haben an der Erzeugung dieser zwei Wandteppiche in Mähren gearbeitet, die insgesamt 20 Monate dauerte. 


Die Künstlerin, Dagmar Varady (geb.1961) wohnt in Deutschland und gewann im Jahre 2002 den HAP Grieshaber-Preis. Unter den Museen, die Beispiele von ihren Werken in ihren Sammlungen haben, findet man wichtige Institutionen wie das Antonio Ratti Textile Center des METs in New York, das Britische Museum in London und die Neue Sammlung in München. Die Wandteppiche für Schmalkalden wurde vom Freistaat Thüringen nach Varadys Ausstellung im Jahre 1994 am Stuttgarter Akademie Schloss Solitude in Auftrag gegeben. Seitdem hat sie nicht nur deutschlandweit ausgestellt, sondern auch in den USA, Italien, Ungarn, der Schweiz und Österreich. Für eine vollständige Liste von den Sammlung, die Werke von Varady haben, und von ihren vergangenen Ausstellungen, siehe https://dagmarvarady.de/cv/.