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Giovanni Giacometti
描述
- Giovanni Giacometti
- Capolago
- Unten links monogrammiert
- Öl auf Leinwand
- 38.5 x 46.5 cm
來源
展覽
出版
Paul Müller/Viola Radlach, Giovanni Giacometti, 1868-1933, Werkkatalog der Gemälde, Zürich 1977, Band II-1, S. 238, Nr. 1906.18, und S. 239, abgebildet
Condition
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拍品資料及來源
Keine der "Capolago"-Fassungen ist datiert; einen Hinweis gibt uns indessen der Katalog der "Ersten Raumkunst-Ausstellung" im Kunstgewerbemuseum in Zürich im Herbst 1908, in dem das Werk der Sammlung Hahnloser aufgeführt ist; folglich hat Giacometti diese Landschaftsserie spätestens im vorhergehenden Sommer gemalt.[3]
Das Geschehen im See nimmt zwei Drittel der Bildfläche ein und wird zum Hauptakteur des Gemäldes; das visuelle Erlebnis des optisch-physikalischen Phänomens der verschwimmenden Spiegelungen im bewegten Wasser reizte ihn zur Darstellung, wie ihn unterschiedliche atmosphärische, witterungsbedingte Erscheinungen immer wieder herausforderten, seien es Regen-, Nebel-, Gewitter- oder Föhnstimmungen. Gerade in dieser Schaffensphase, in der zweiten Hälfte des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts, wird Giacometti das Motiv der Reflexe im Silsersee besonders inspiriert haben, da er im divisionistischen Pinselduktus, den er in der Auseinandersetzung mit Werken Segantinis und van Goghs weiterentwickelt hatte, ein optimales Mittel zu ihrer Darstellung gefunden hatte.
Siehe auch Textbeitrag zu Los 24.
Wir danken Viola Radlach, Co-Autorin Werkkataloge Giovanni Giacometti und Cuno Amiet, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA, für den Textbeitrag.
[1] Bei dem ersten Haus links in der unteren Reihe handelt es sich um das Sommerhaus, das Annetta Giacometti 1909 von einem Onkel geerbt hat, in dem sich die Familie jedoch schon in den Jahren vorher jeweils im Sommer oder auch im Winter einige Wochen aufhielt.
[2] Eine zweite hochrechteckige, uns bis anhin noch unbekannte Fassung von „Capolago“ ist uns durch eine Skizze des Künstlers in seinem Verkaufsbuch, dem Registro dei quadri, überliefert, siehe Paul Müller/Viola Radlach, „Giovanni Giacometti. Werkkatalog der Gemälde“, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (Œuvrekataloge Schweizer Künstler 16/II-2), Zürich 1997, Nr. 1907.44.
[3] Die Datierung der vorliegenden Fassung lässt sich nicht durch eine Ausstellung belegen; in der Frische von Pinselauftrag und Kolorit ist sie jedoch der Variante in der Hahnloser-Sammlung ebenbürtig, so dass die Vermutung, es könne sich dabei um eine spätere Wiederaufnahme des Themas, eine Replik des Künstlers handeln, eher unwahrscheinlich ist.