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Ferdinand Hodler
描述
- Ferdinand Hodler
- WASSERFALL IN SAVOYENWATERFALL IN THE SAVOY REGION
Unten rechts signiert
- Öl auf Leinwand
- 59 x 35 cm
來源
Bruno Kaiser, Bern (1925-1938)
Galerie Beyeler, Basel (1953)
Als Geschenk der Winterthurer Unfallversicherung zum 40. Geschäftsjubiläum an den Vater der heutigen Besitzer (1953)
Depositum Kunsthaus Zürich (Schweizer Privatbesitz)
展覽
Wiesbaden, 1913-14, Nr. 32
Bern, Kunstmuseum, Hodler-Gedächtnisausstellung, 1921, Nr. 410
Karlsruhe 1925, Nr. 194 (Bachlandschaft)
Bern, Kunstmuseum, Hodler-Gedächtnisausstellung, 1938, Nr. 124 (Wasserfall bei Lucinge in Savoyen)
Zürich/Biel, 1964, Nr. 47
出版
C. D. Wyatt, Peintures de Ferd. Hodler, sculptures de Herm. Haller, Ausstellungskatalog Grand Salon d'Art, 1916, Nr. 42 (Cascade en Savoie)
C(arl) A(lbert) Loosli, Ferdinand Hodler, Leben, Werk und Nachlass, Bern 1921-1924, Bd. 3, S. 130
C(arl) A(lbert) Loosli, "Generalkatalog", in: C(arl) A(lbert) Loosli, Ferdinand Hodler, Leben, Werk und Nachlass, Bern 1921-1924, Nr. 2196
Werner Y. Müller, "Landschaftskatalog", in: Werner Y. Müller, Die Kunst Ferdinand Hodlers, Gesamtdarstellung, Band 2, Reife und Spätwerk 1895-1918, Zürich 1941, Nr. 396
Jura Brüschweiler, "Quand des visiteurs du Musée d'Orsay débaptisent des tableaux... ou la part active du public à la vie du musée", in: Quarantehuit/Quatorze, La revue du Musée d'Orsay, 1998, Nr. 7, S. 94 (Cascade en Savoie, 1909)
Azra Begic, Jura Brüschweiler, Hodler-Werke aus Sarajevo, Sie Sammlung und Sammlerin Jeanne Charles Cerani-Cisic, Ausstellungskatalog Museum Olten, Bern 1998, S. 46 (Chute d'eau en Savoie, 1909)
Oskar Bätschmann/Paul Müller, Ferdinand Hodler, Catalogue raisonné
der Gemälde, Die Landschaften, Bd. II, Zürich 2008, S. 344, Nr. 401, abgebildet (in Farbe)
Condition
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拍品資料及來源
Gemalt um 1909.
Unter dem Titel Wasserfall in Savoyen wurde das vorliegende Werk aus Schweizer Privatbesitz im Dezember 1913 in der Hodler-Ausstellung des Kunstsalons Aktuaryus in Wiesbaden gezeigt.[1] Hodler hatte das Landschaftsbild im Sommer 1909 während seines Aufenthalts in Bonneville gemalt. In diesem rund 30 Kilometer südöstlich von Genf im französischen Département der Haute-Savoie gelegenen Städtchen wohnte von 1909 bis 1915 Jeanne Charles Cerani-Cisic, die dem Künstler für zahlreiche Bilder Modell gestanden hatte. Der Standort des Wasserfalls in Savoyen lässt sich nicht exakt bestimmen, er könnte sich 35 Kilometer von Bonneville entfernt beim Cirque du Fer-à-Cheval in der Nähe des französischen Orts Sixt-Fer-à-Cheval befunden haben. In dieser Gegend, die bekannt ist für ihre zahlreichen Wasserfälle, malte Hodler bereits im Jahr 1882 vier Savoyer Gebirgslandschaften. Im Unterschied zu jenen weiten, offenen Ansichten des Talkessels, durch den sich ein Bergbach schlängelt, gibt das vorliegende Gemälde einen engen Landschaftsausschnitt einer schroffen Felsenwand wieder, über die sich im Mittelgrund ein kaum sichtbarer kleiner Wasserfall ergiesst. Der geschlossene Landschaftsraum, der im Vordergrund durch Gesteinsblöcke in einem stehenden Gewässer dominiert wird, gewährt nur an wenigen Stellen einen Durchblick in den wolkenverhangenen Himmel. Die Steine im Wasser, der parallel dazu verlaufende Boden und die Felswand gliedern das Bild in horizontale Zonen, die durch den Wasserfall und das Hochformat leicht gebrochen werden. Auffallend ist der bogenförmige Felsabschnitt, der zusammen mit dem fliessenden Wasser Bewegung evoziert. Steine, Büsche und Bäume sind durch Einritzungen mit Stäbchen oder Pinselstil sowie mittels eines spitzen Pinsels zeichnerisch strukturiert. Wasser und Gesteinsformationen besassen für Hodler von jeher eine Anziehungskraft und gehörten wie der Staubachfall von 1871 zu seinen ersten Landschaftssujets. Mit den 1916 gemalten Bergbächen von Champéry erreichte die Kombination von Steinen und Gewässern ihren Höhepunkt.
Wir danken Dr. Monika Brunner vom Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA für den Textbeitrag.
[1] Mela Escherich, «Ausstellungen. Wiesbaden», in: Der Cicerone, 6 (1914), Heft 1, S. 28