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Albert Müller
1897-1926
BILDNIS HERMANN SCHERER PORTRAIT OF HERMANN SCHERER
Estimate
250,000350,000
LOT SOLD. 576,000 CHF
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Albert Müller
1897-1926
BILDNIS HERMANN SCHERER PORTRAIT OF HERMANN SCHERER
Estimate
250,000350,000
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Details & Cataloguing

Albert Müller
1897-1926
1897-1926
BILDNIS HERMANN SCHERER PORTRAIT OF HERMANN SCHERER
Rückseitig signiert, betitelt und bezeichnet Tessin
Öl auf Leinwand
150 x 70,5 cm, in Originalrahmen
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Provenance

Nachlass Albert Müller

Galerie Tony Wuethrich, Allschwil/Basel

Privatbesitz, Schweiz

 

Exhibited

Basel, Kunsthalle,Jüngere Basler, 1925, Nr. 11 (Bildnis H. Scherer)

Basel, Kunsthalle, Gedächtnisausstellung, Albert Müller, Emanuel Schöttli, 1927, Nr. 53 (Bildnis H. Scherer)

Aarau, Aargauer Kunsthaus, Künstlergruppen in der Schweiz 1910-1936, 1981, Nr. 120 (Bildnis Hermann Scherer)

Chur, Bündner Kunstmuseum, Albert Müller, Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen 1924-1926, Kat. 4

Literature

Jüngere Basler, Ausstellungskatalog, Basel 1925, S. 3, Nr. 11, abgebildet?

Gedächtnisausstellung, Albert Müller, Emanuel Schöttli, Ausstellungskatalog, Basel 1927, S. 12, Nr. 53, abgebildet?

Beat Stutzer, Albert Müller und die Gruppe Rot-Blau, Kritischer Katalog der Gemälde, Glasscheiben und Sklpturen, Basel/München 1981, S. 220, G.74, abgebildet

Albert Müller, Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen 1924-1926, Ausstellungskatalog, Chur 1992, Kat. 4, abgebildet (ganzseitig in Farbe)

Catalogue Note

Das vorliegende Bildnis ist ein eindrückliches Zeugnis des künstlerischen Schaffens des damals jungen Basler Malers Albert Müller. „ (...) das Porträt von Männi (Scherer) ist in der Auffassung ausgezeichnet, so delikat, fein und doch kräftig. (...) Da ist Dir ohne Frage ein wirklicher Wurf gelungen.“ schrieb Ernst Saxer (Brief an Albert Müller vom 11. oder 16. 2.1925). Und Ernst Ludwig Kirchner hielt zu unserem Bildnis fest: „ (...) Das mich am meisten packende (Bild) ist das Schererporträt, das die eigentümliche (...) Art dieses  Menschen gut wieder giebt.“ (Brief an Albert Müller vom 4.3.1925). Die gewaltige Präsenz des Dargestellten ist in der Tat ein eindrückliches und meisterhaftes Zeugnis für die expressionistische Malerei in der Schweiz zu Beginn des 20. Jahrhunderts, und gleichzeitig ist dieses Porträt ein faszinierendes Statement der langjährigen Freundschaft zwischen Albert Müller und dem deutschstämmigen Maler Hermann Scherer; ihre Freundschaft sollte jedoch im darauf folgenden Jahr an unüberwindbaren Differenzen zerbrechen. In den 1920er Jahren hatte Ernst Ludwig Kirchner das Schaffen der beiden Maler massgeblich beeinflusst. Müller und Scherer zählen zu den Gründungsmitgliedern der expressionistischen Künstlervereinigung „Rot-Blau“ (1924), die im Jahr 1925 gemeinsam unter dem Titel „Jüngere Basler“ in der Kunsthalle in Basel ausstellten (vergleiche die Fotografie „Ausstellung „Jüngere Basler“ 1927“ - unten: links aussen ist Albert Müllers Scherer-Bildnis zu sehen.)

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