Lot 58
  • 58

Félix Vallotton 1865-1925

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Description

  • Félix Vallotton
  • BAIGNEUSES, SOUS-BOIS, 1918
  • Unten rechts signiert und datiert
  • Öl auf Leinwand
  • 82 x 88 cm
Das Gemälde wird in den Oeuvrekatalog Félix Vallotton, catalogue raisonné de l'oeuvre peint von Marina Ducrey, Fondation Félix Vallotton, Lausanne / Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich / Editions 5 Continents, Milan, aufgenommen, der im Frühling 2005 erscheinen wird.

Provenance

Galerie Paul Vallotton, Lausanne (Nr. 9715)

Galerie Kurt Meissner, Zürich (1971)

 

 

Exhibited

Lausanne, Musée Cantonal des Beaux-Arts, Art Suisse au XXe, 1964, Nr. 19

Varsovie, Muzeum Narodowe, Sztuka szwajcarska. Od Hodlera do naszych dni, 1965, Nr. 20, abgebildet.

München, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung / Essen, Folkwang Museum, Félix Vallotton, 1995 / 1996, Nr. 92, abgebildet

Bietigheim-Bissingen, Städtische Galerie, Félix Vallotton. Maler und Graphiker in Paris der Jahrhundertwende, 2003, Nr. 28, abgebildet

Literature

Félix Vallotton, Livre de raison, Zürich 1938, Nr. 1176

Catalogue Note

Im Livre de raison ist dieses Gemälde beschrieben als Paysage sous bois ensoleillé, au 1plan une mare, deux femmes et un enfant s'y baignent.

In seinen Farbklängen vermittelt das Gemälde mit dem leicht geröteten Himmel die Stimmung eines lauen Sommerabends an einem Weiher. Eine Frau mit Kind steht im Wasser, eine zweite sitzt am Ufer im Schatten der Bäume und trocknet ihren Körper mit einem weissen Tuch. Es scheint nahezu absolute Stille zu herrschen. Kein Windhauch bewegt das Wasser. Reizvoll spiegelt sich die Umgebung auf der glatten Oberfläche des Gewässers. Die Natur wird ganz im Sinne der klassischen historischen Landschaften zusammengestellt, komponiert, und gleichzeitig vom Maler durch seine ganz eigene Farbgebung überhöht und verklärt. Félix Vallotton gilt als Meister der Komposition: Er inszenierte immer wieder ausgewogene Stimmungen mit oftmals einsam wirkenden Menschen darin. In Baigneuses, sous-bois vermochte Vallotton die Isolation des Individuums mit einer heiteren Atmosphäre wie der einer Badeszene eindrücklich zu verbinden. Die Distanziertheit und Einsamkeit des Malers bleibt jedoch bei allen seinen Arbeiten spürbar. Mit den paysages composés steht Félix Vallotton malerisch wie konzeptionell der Neue Sachlichkeit nahe, und er zählte im Jahr 1918 zu den Pionieren dieser Stilrichtung in der europäischen Malerei.