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Cuno Amiet
SCHLAFENDE BRETONIN, 1893 - RECTO SELBSTBILDNIS - VERSO
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Cuno Amiet
SCHLAFENDE BRETONIN, 1893 - RECTO SELBSTBILDNIS - VERSO
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拍品詳情

瑞士藝術

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蘇黎世

Cuno Amiet
1868 - 1961
SCHLAFENDE BRETONIN, 1893 - RECTO SELBSTBILDNIS - VERSO
Unten rechts monogrammiert und datiert
Kohle und Tempera auf Leinwand
72 x 58 cm
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來源

Privatbesitz, Schweiz (direkt vom Künstler erworben)

展覽

Bern, Kunstmuseum, Cuno Amiet und seine Schüler, 1928, Nr. 44
Paris, Galeries Georges Petit, 1932, Exposition Cuno Amiet, Nr. 15 (Bretonne endormie)
Bern, Kunstmuseum, Cuno Amiet, 1948, Nr. 189

出版

Cuno Amiet. Von Pont-Aven zur "Brücke", Ausstellungskatalog, Bern 1999/2000, S. 106, abgebildet (in Farbe)
Cuno Amiet. De Pont-Aven à "Die Brücke", Ausstellungskatalog, Genf, 2000/2001, S. 106, abgebildet (in Farbe), (Bretonne endormie)
Franz Müller/Viola Radlach, unter Mitarbeit von Larissa Ullmann, Cuno Amiet. Die Gemälde 1883-1919, Zürich 2014, Teil 1, S. 121, Nr. 1893.14, abgebildet (in Farbe)

相關資料

Zwischen Mai 1892 und Juni 1893 hielt Cuno Amiet sich im bretonischen Fischerdorf Pont-Aven auf, welches seit dem Aufenthalt Paul Gauguins im Jahr 1886 zum Anziehungspunkt für junge Künstler geworden war. Zu Amiets damaligen Freunden zählten der französische Maler Paul Sérusier und Roderic O’Conor aus Irland. Letzterer führte den jungen Schweizer in die Kunst Van Goghs, den Divisionismus von Seurat sowie in die Verwendung von reinen Farben ein. In diese frühe Schaffenszeit fällt auch unser wunderbares Gemälde der schlafenden Bretonin mit weisser Haube. Dieses Werk zählt stilistisch sowie qualitativ zu den bedeutenden Bildern der Avantgardekunst um 1900. Das fein nuancierte Gewand der Schlafenden ist aus leichtem, dunklem Stoff gefertigt und ist durch die kräftigen Pinselstriche und die Umrisslinien malerisch akzentuiert, was Amiets Auseinandersetzung mit dem Schaffen Gauguins und dem Cloisonismus eindrücklich belegt. Die Flächigkeit der Komposition gründet ferner auf der Technik der japanischen Holzschnitte, die in Frankreich in jener Zeit sehr geschätzt waren und bei den damals jungen französischen Künstlern als stilistische Vorlagen für ihre Bildkompositionen dienten. Der flächige Hintergrund unseres Bildes mit den fein nuancierten Grün- und Gelbtönen verleiht den verschiedenen Farbfeldern Transparenz und Tiefe. Auf der Rückseite der Leinwand befindet sich ein frühes Selbstbildnis des Malers.

Bilder wie die schlafende Bretonin waren es, die Erich Heckel veranlassten Cuno Amiet als Mitglied der expressionistischen Künstlergemeinschaft die „Brücke“ in Dresden anzufragen. Heckel schrieb Amiet: „ Mit Bewunderung und Begeisterung haben wir Ihre Werke gesehen, und wir erlauben uns, Sie zu fragen, ob Sie unserer Gruppe „Brücke“ beitreten wollen?“ Amiet trat in der Folge dieser bekannten Künstlervereinigung bei und wurde somit zu einem der wenigen Schweizer Maler, welcher die Entwicklung der europäischen Malerei mitprägte. Die neuartige Interpretation der Malerei von Amiet sowie der hohe Abstraktionsgrad der schlafenden Bretonin stellte damals eine ungewöhnliche und mutige Bildkomposition dar und liess diese zu einem einzigartigen Meisterwerk europäischer Malerei werden.

Between May 1892 and June 1893, Cuno Amiet spent time in the Breton fishing town of Pont-Aven, which, following the residence of Paul Gauguin in 1886, had become an attractive location for young artists. Among Amiet’s friends at the time were French painter Paul Sérusier and Roderic O’Conor from Ireland. O’Conor introduced the young Swiss artist to the work of Van Gogh, Seurat’s Divisionism, and the use of pure colours. Our wonderful painting of the sleeping woman (Schlafende Bretonin) with a white hood comes from this early period of his practice. In terms of style and quality, the work represents one of the seminal paintings of avant-garde art at the turn of the 19th century. The Breton’s finely nuanced garment is made from lightweight but dark fabric and is highlighted through bold brush strokes and outlines, effectively illustrating Amiet’s analysis of Gauguin’s practice as well as of Cloisonnism. Furthermore, the bold and flat forms seen here are reminiscent of Japanese woodcut technique. This approach was popular in France at the time, especially among young artists who therein found inspiration for their compositions. The flat background of our painting is nuanced with green and yellow tones, imbuing the various colour planes with transparency and depth. Additionally, an early self-portrait of the artist can be found at the back of the canvas.

Paintings such as the Schlafende Bretonin prompted Erich Heckel to invite Cuno Amiet to become a member of the artist collective the “Brücke” in Dresden. Heckel contacted Amiet: “It is with admiration and enthusiasm that we have seen your work and take the liberty of asking you, if you would like to join our group the ‘Brücke’?” Consequently, Amiet joined the well-known collective, becoming one of a few Swiss artists who contributed to shaping the development of European painting. Amiet’s ground-breaking interpretation of painting, as well as the high degree of abstraction of the Schlafende Bretonin represented an unusual and brave pictorial composition at the time, which established the work as an unparalleled masterpiece of European painting.

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