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Cuno Amiet
FRAU MIT BLUMEN - ANNA AMIET MIT BLUMEN, 1923 LADY WITH FLOWERS - ANNA AMIET WITH FLOWERS, 1923
Estimation
120 000160 000
Lot. Vendu 134,500 CHF (Prix d’adjudication avec commission acheteur)
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Cuno Amiet
FRAU MIT BLUMEN - ANNA AMIET MIT BLUMEN, 1923 LADY WITH FLOWERS - ANNA AMIET WITH FLOWERS, 1923
Estimation
120 000160 000
Lot. Vendu 134,500 CHF (Prix d’adjudication avec commission acheteur)
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Details & Cataloguing

Schweizer Kunst / Swiss Art

|
Zurich

Cuno Amiet
1868-1961
FRAU MIT BLUMEN - ANNA AMIET MIT BLUMEN, 1923 LADY WITH FLOWERS - ANNA AMIET WITH FLOWERS, 1923
Dieses Gemälde ist im Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA unter der Archivnummer 120425 0002 inventarisiert.
Unten rechts monogrammiert und datiert; rückseitig auf Etikette bezeichnet C. Amiet, Frau mit Blumen
Öl auf Leinwand
86 x 66 cm
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Provenance

Dr. F. Schöni, Zollikon
Privatsammlung, Schweiz

Exposition

Venedig, La Biennale di Venezia, 19. Esposizione Internazionale d'Arte La Biennale di Venezia, 1934 (mit zwei originalen Etiketten rückseitig auf dem altem Rahmen; eine davon nummeriert 241)

Bibliographie

19. Esposizione Internazionale d'Arte La Biennale di Venezia, Ausstellungskatalog, Nr. 37 (Signora con Fiori)

Description

1934 vertrat Cuno Amiet zusammen mit dem Plastiker Hermann Haller auf Einladung der Eidgenössischen Kunstkommission die Schweiz an der Biennale Venedig. Unter seinen 38 Gemälden aus den Jahren 1892 bis 1934, die er dort zeigte, befand sich als Nummer 37 auch dieses repräsentative Bild mit dem Titel „Signora con fiori". Der prominente Kontext belegt die Bedeutung, die Amiet seinem Werk beimass. Das mag verschiedene Gründe gehabt haben. Einerseits stellte im überwiegend idyllischen Kosmos von Amiets Bildwelt die Kombination von Frau und Blumen stets ein Leitmotiv für die Harmonie von Mensch und Welt dar, und seine Frau Anna, die er hier porträtierte, war von Mitte der 1890er Jahre bis zu ihrem Tod 1953 eines seiner bevorzugten Modelle. In der Darstellung Anna Amiets mit einem Blumenstrauss konnte er das private Motiv des Bildnisses seiner Frau ins Symbolische überhöhen (das auch in der Hodler'schen Pathosformel des bogenförmig gewölbten Horizontes zum Ausdruck kommt) und umgekehrt dem idealistischen Gehalt durch den Porträtcharakter der Figur Lebensnähe verleihen. Andererseits zeugt auch die malerische Behandlung des Sujets vom Anspruch Amiets an das Bild. Es ist koloristisch gleichsam zweigeteilt. Während der unspektakuläre landschaftliche Hintergrund in dezenten, vorwiegend grünen Pastelltönen gehalten ist, ist die zentral positionierte Halbfigur in leuchtenden, rotdominierten Farben gemalt. Das kompositionelle und farbliche Gravitationszentrum bildet das zum Betrachter gewendete Gesicht Annas, das – obwohl als einziges Bildelement beschattet – von kontrastreicherer und kräftigerer Buntheit ist als der üppige, virtuos gemalte Margeritenstrauss im Sonnenlicht. So ist das Gemälde, wie so viele andere Amiets, Ausdruck seiner nie nachlassenden Faszination für die Schönheit und Fülle der Natur und zugleich eine gemalte Hommage an seine Frau Anna.

Wir danken Dr. Franz Müller, Projetkleiter Werkkatalog Cuno Amiet, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA, für den Textbeitrag.

Schweizer Kunst / Swiss Art

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Zurich