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Albert Anker
1831 - 1910
MÄDCHEN MIT ROTER HAARSCHLEIFE, 1868 GIRL WITH RED HAIR RIBBON, 1868
Estimate
450,000600,000
LOT SOLD. 506,500 CHF
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Albert Anker
1831 - 1910
MÄDCHEN MIT ROTER HAARSCHLEIFE, 1868 GIRL WITH RED HAIR RIBBON, 1868
Estimate
450,000600,000
LOT SOLD. 506,500 CHF
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Details & Cataloguing

Schweizer Kunst / Swiss Art

|
Zurich

Albert Anker
1831 - 1910
MÄDCHEN MIT ROTER HAARSCHLEIFE, 1868 GIRL WITH RED HAIR RIBBON, 1868

Eine Echtheitsbestätigung von Marie-Quinche Anker begleitet dieses Gemälde (1942).

Dieses Gemälde ist im Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA, Zürich, unter der Archiv-Nummer 96 787 inventarisiert.


Mitte rechts signiert und datiert
Öl auf Leinwand
45 x 35 cm
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Provenance

Privatbesitz, Schweiz

Catalogue Note

Das Bildnis eines namentlich nicht bekannten etwa 15-jährigen Mädchens malte Albert Anker im Jahr 1868; dies weisen die Signatur und die Datierung am rechten Rand des Ölgemäldes aus. Der Oberkörper erscheint abgewendet; zugleich wird die Rückenansicht durch die gegenläufige Drehung des Kopfes ausgeglichen, so dass die junge Person in ihrer äusseren Erscheinung sehr weitgehend präsentiert werden kann. Ebenso kunstvoll sind die langen Haare als Zopf dreifach um das Haupt gelegt. Sie enden schliesslich als ebenso streng ondulierter wie spielerisch erscheinender Schweif über der rechten Schulter. Im Haar steckt ein Zierkamm aus Schildpatt. Der Künstler nutzt in der reduzierten Farbpalette, in der neben dem Dunkel des Hintergrundes das Grau der Jacke dominiert, ein rotes Band als attraktiven Akzent. Das Modeaccessoire folgt der Haartracht und verbindet den Kopf mit dem Oberkörper und damit zugleich die beiden Grossformen der Komposition. Klein und doch auffällig ist der einfache Ohrschmuck. Es handelt sich wohl um einen in Münzenform geschnittenen und in Gold gefassten Hämatit, auf dem mit Golddraht ein astförmiges Stück Edelkoralle befestigt ist. Der Korallenschmuck ist mediterranen Ursprungs. Korallen werden im italienischen Volksglauben die Eigenschaft zugesprochen, Kinder wirksam vor Unheil zu schützen.

Wie danken Dr. Matthias Fischer, Kunsthistoriker, für den Textbeitrag.

Schweizer Kunst / Swiss Art

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Zurich