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AUS EINER ZÜRCHER PRIVATSAMMLUNG

Félix Vallotton
1865 - 1925
VASE VERT ET BOL BLANC, 1919 GREEN VASE AND WHITE BOWL, 1919
Estimate
100,000150,000
LOT SOLD. 122,500 CHF
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AUS EINER ZÜRCHER PRIVATSAMMLUNG

Félix Vallotton
1865 - 1925
VASE VERT ET BOL BLANC, 1919 GREEN VASE AND WHITE BOWL, 1919
Estimate
100,000150,000
LOT SOLD. 122,500 CHF
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Details & Cataloguing

Schweizer Kunst / Swiss Art

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Zurich

Félix Vallotton
1865 - 1925
1865 - 1925
VASE VERT ET BOL BLANC, 1919 GREEN VASE AND WHITE BOWL, 1919

Provenance

Gustav August et Ida Hahnloser-Hoz, Zürich (seit 1920)
Privatbesitz, Zürich
Galerie Vallotton, Lausanne (Vase vert et bol blanc), (1963)
André Dunoyer de Segonzac, Paris (1964)
Galerie Vallotton, Lausanne (1978)
Privatbesitz, Schweiz (1978)

Exhibited

Zürich, Galerie Bernheim-Jeune, Exposition Félix Vallotton, 1920, Nr. 32
Winterthur, Kunstmuseum, Gedächtnis-Ausstellung Félix Vallotton, 1926, Nr. 36 (Nature morte)
Zürich, Kunsthaus, Ausstellung von Werken aus dem Besitz von Mitgliedern der Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, 1927, Nr. 250 (Stilleben)
Lausanne, Galerie Vallotton, Maîtres suisses et français, 1978, Nr. 31, abgebildet (Bouquet de fleurs)

Literature

Félix Vallotton, Livre de raison, Nr. 1230
N.s., Vie des arts, Lausanne, "Maîtres suisses et français des XIXe et XXe siècles", in: L'Oeil, Revue d'art mensuelle (Lausanne/Paris), Nr. 278, September 1978, S. 77, abgebildet
Marina Ducrey, Félix Vallotton 1865-1925, l'oeuvre peint, Catalogue raisonné, Bd. III, Lausanne/Zürich/Milan 2005, Nr. 1296, abgebildet (in Farbe)

Catalogue Note

Im Jahr 1919 malte Vallotton besonders viele Stillleben, darunter auch den vorliegenden Strauss bunter  Sommerblumen in einer dunkelgrünen Vase, der einst dem bekannten französischen Maler Dunoyer de Segonzac gehörte. Man weiss, dass fast alle diese Stillleben während Vallottons langen Sommeraufenthalten in Honfleur entstanden. Dies beweist vielfach die rohe hölzerne Rückwand, vor der sie platziert sind. Es handelt sich um eine Wand in jenem provisorischen Atelier, das sich Vallotton in der alten Scheune neben seinem Sommersitz, der Villa Beaulieu, eingerichtet hatte. Wenn der Künstler wie im vorliegenden Fall einem Bild einen gediegeneren Charakter verleihen wollte, hängte er vor diese Wand einfach ein Stück Stoff. Aus Vallottons eigenhändigem Werkverzeichnis erfahren wir, dass es sich in diesem Fall um eine „étoffe de Jouy" handelt, einen hochwertigen Baumwollstoff aus einer damals sehr renommierten Manufaktur in Jouy-en-Josas bei Versailles. Dieser rosarote  Dekorationsstoff, der mit in Kartouchen gefassten Köpfen und nackten Figuren bedruckt ist, spielt wunderbar mit der tiefroten Tischdecke, den bunten Farben des Blumenbouquets und dem Elfenbeinweiss der Porzellanschale zusammen. Er erscheint übrigens auch auf anderen Stillleben aus dieser Zeit (Abb.)

Wir danken Dr. Rudolf Koella, Kunsthistoriker, für den Textbeitrag.

Schweizer Kunst / Swiss Art

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